Erkenntnisse vom Fortuna Düsseldorf vs. 1860 München-Spiel

95 Ole, 95 Ole! „Arsch hoch“ war wohl das von den Fans vorgegebene Motto des heutigen Spieltages. Zum ersten Mal war Beta.She heute im Stadion beim Spiel Fortuna Düsseldorf gegen 1860 München und hat viel gelernt. Über Zuneigung unter Männern und neue Berufschancen für arbeitslose Schauspieler.

Arsch hoch beim Fortuna Spiel in Düsseldorf
Arsch hoch beim Fortuna Spiel in Düsseldorf

Fast hatte ich Angst, dass wir zu spontan waren als wir uns am Sonntag um ein Uhr auf den Weg zum Stadion in Düsseldorf machten. Wie viele Plätze hat die Esprit-Arena eigentlich? Ich erinnere mich nur, dass beim Take That-Konzert inklusive Robbie Williams 40.000 Menschen anwesend waren. Die Halle war voll. Vermutlich der falsche Vergleich. Ganz so viele sollten es bei einem Zweitliga-Spiel zwischen Mannschaften, die sich auf den hinteren Tabellenplätzen tummeln, dann wohl doch nicht werden. Trotzdem gab es an der Nebenkasse nur noch Karten im wenig begehrten Warsteinerblock, im Familienblock, wofür uns leider das Kind fehlte, sowie auf der leicht überteuerten Haupttribüne. Ich brauche wohl nicht erwähnen für was sich Beta.He, seines Zeichen Dauerkartenbesitzer bis zur letzten Saison, entschied.

Dann an der Snackbar der erster Lacher. Da wurde doch ein Spieler (Liendl) in der Aufstellung bekannt gegeben, der mittlerweile gar nicht mehr bei Fortuna spielt, sondern sogar beim heutigen Gegner. Eieiei… Und kurz dachte ich schon, dass die Frau hinter mir über meine Fortuna-Anfängerfragen lachte. Immerhin war ich dank beta.he 1a ausgerüstet mit einem Trikot und fiel nicht störend auf.

Unsere Plätze waren super, allerdings war der Block ein bisschen lahm. Die Party fand definitiv woanders statt. Am meisten abgelenkt wurde man von dem gegnerischen Block gegenüber, die in trauter Einheit und auf Befehl eines „Vortänzers“ klatschten, sangen und später auch ihre Trikots auszogen. Da hat sich das Bier der letzten Spiele doch ordentlich gelohnt, wenn man jetzt seine Wampe rhythmisch zu Fußballgesängen bewegen darf. Wenn doch jedes Unternehmen ein solches Einheitsgefühl auslösen würde, müssten sie sich keine Gedanken mehr um Zeiterfassung oder Work-Life-Balance machen. Wirklich faszinierend.

1860 München-Block beim Fortuna Düsseldorf-Spiel
1860 München-Block beim Fortuna Düsseldorf-Spiel

Auf dem Platz ging es derweil gut her. Die Fortuna schaffte es sogar mehr als dreimal hintereinander den Ball innerhalb der eigenen Mannschaft weiterzugeben, yeah. Wir vermuten jedoch, dass die Spieler nicht nur Fußball- sondern auch Schauspielunterricht bekommen. So oft wie jemand schmerzzerissen auf dem Rasen lag. Kann sich möglicherweise ja auch positiv auf Schiedsrichterentscheidungen auswirken, wenn alles ganz dramatisch aussieht und man eventuell einen Freistoß oder ähnliches erwirken kann. Gar nicht dumm und vielleicht auch eine Berufschance für arbeitslose Schauspieler?! Fußballer, die aktuell kein Engagement haben, werden in der Bundesagentur für Arbeit ja auch als Künstler geführt. Da weiß man warum…

Was mir beim Fußball immer wieder sehr gefällt und auch hier wieder praktiziert wurde, ist die große Zuneigung zwischen den Spielern. Welcher Mann würde einem anderen Mann im normalen Leben den Popo tätscheln? Vermutlich keiner ohne weitere Absichten, die ich beim Fortuna-Spiel nun nicht unterstellen möchte. Trotzdem war es sehr schön zu sehen, wie der 1860-Torwart dem armen Fortuna-Spieler um den sich niemand kümmerte hoch half und ihm zur Belohnung für seine Tapferkeit Aufzustehen einen Klaps auf den Hintern gab. Ohhh… der Arme!

Für alle, die diesen Bericht in der Hoffnung auf fussballerische Berichterstattung geklickt haben: es ging 3:0 für Fortuna aus, die damit endlich ihren ersten Saisonsieg feierten. Hat sich also gelohnt, dass wir da waren. Die anschließende Siegesfier fiel jedoch sehr karg aus, mir fehlten auf jeden Fall die Hupkonzerte durch die Innenstadt. Aber vielleicht kommt das dann, wenn Fortuna Düsseldorf mal wieder deutscher Meister wird. ;-). Denn es gilt: „Und schon wieder Deutscher Meister, Fortuna….“!

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