Hotel J in Nacka (Stockholm)

Anfang August waren wir für vier Nächte im Hotel J in Nacka. Unser Ziel: Auf der einen Seite wollten wir einen guten Ausgangspunkt für die Erkundung von Stockholm haben, aber auf der anderen Seite auch etwas Ruhe und einen Startpunkt für einen Ausflug in den Schärengarten. Das alles versprach uns das Hotel J – und hat es auch weitgehend gehalten.

Die Anfahrt vom Flughafen Arlanda war recht einfach: wir nahmen zunächst den Zug bis zum Hauptbahnhof (Centralstationen) und dann ein Taxi. Nicht ganz günstig (dank Sommerangebot gab es den Zug für 300 SEK statt für 560 SEK für zwei Personen; Taxi dann noch einmal für 270 SEK). Das scheint aber dennoch der beste Weg zum Hotel zu sein, wenn man Preis und Komfort im Verhältnis sieht…

Haupthaus Hotel J
Haupthaus Hotel J

Die Zimmer sind geräumig, durchgehend mit Balkon und (glücklicherweise) ohne Teppich. Badezimmer mit Dusche (Rainshower)/WC und einem Waschbecken. Farblich modern in blau/weiß un mit viel Holz gehalten – wir haben uns sehr wohlgefühlt. Leider gibt es keinen Wellness-/Sportbereich, und der einzige Sportkurs (Yoja) findet immer Donnerstags statt und ist gebührenpflichtig. Das ist sicherlich verbesserungswürdig.

 

Bett
Bett

Das Frühstück ist ausgelagert in eine herrschaftliche Villa und wird in der Hochsaison auf zwei Etagen angeboten. Neben Eierspeisen (Rührei, Pancakes, gekochte Eier) gibt es eine ausreichende Anzahl an Wurst- und Käsesorten, Müsli, Obst (Grapefruit, Melone etc.), Joghurt. Neben verschiedenen Brötchen und Brotsorten gibt es auch das obligatorische Knäckebrot. Sowohl die Auswahl als auch das Ambiente fanden wir wirklich gut. Ein gelungener Start in die anstrengenden Erkundungstage!

einer der Frühstücksräume

 

 

Um nach Stockholm zu fahren nutzen wir mehrmals die Fähre, die in unmittelbarer Nähe vom Hotel ablegt. In ca. 30 Minuten wird man direkt nach Nybroplan gebracht. Ein schönes Erlebnis, weil man von der Fähre ein gutes Gefühl dafür bekommt, was einem in Stockholm erwartet. Auf der anderen Seite aufgrund der nicht sehr häufigen Fährzeiten allerdings auch etwas unflexibel. Wir sind daher lieber auf den Bus umgestiegen, der ca. 12 Minuten bis Slussen benötigt und etwas oberhalb vom Hotel in Nacka Strand abfährt. Auch für diejenigen, die abends eher einmal etwas länger in Stockholm bleiben möchten, ist der Bus die bessere Wahl: er fährt bis nach 23 Uhr, während die letzte Fähre gegen ca. 19 Uhr abfährt.

Kulinarisch ist man im Hotel J etwas abgeschnitten und eigentlich auf die beiden Restaurants des Hotels angewiesen: Das Restaurant J ist traumhaft unmittelbar am Bootsanleger gelegen und auch bei den Stockholmern für den Brunch am Sonntag sehr beliebt. Wir hatten einen Chiliburger mit Pommes und einen in Butter gebratenen Schellfisch mit Garnelen, Aioli und Pommes. Mit allem waren wir sehr zufrieden, sowohl Qualität als auch Anrichtung der Speisen waren hochwertig.

Restaurant J
                        Restaurant J
Gastraum
Gastraum

Wirklich speziell ist das im Haupthaus gelegene kleine Restaurant rechts vom Empfang. Tagsüber kann man sich hier Tee, Kaffee, Kaltgetränke und Kuchen nehmen und seinen Verzehr dann auf einem Notizblock vermerken. Abends ist der wie ein Wohnzimmer eingerichtete Raum dann ein kleines Restaurant, in dem man dem Koch in der offenen Küche sagen kann, was man gern von der kleinen Speisekarte essen möchte. Das Essen wird dann direkt frisch zubereitet. Hierbei handelt es sich eher um Kleinigkeiten, aber das Restaurant war ebenfalls wirklich sehr zu empfehlen.

offene Küche
offene Küche
Caesar Salad mit Hähnchen
Caesar Salad mit Hähnchen
Chili vom Rind
Chili vom Rind

Das Hotel J kann allen empfohlen werden, die gern eine etwas ruhigere Base für ihre Stockholm-Touren haben möchten. Trubel hat man hier nicht – aber die Anbindung an die Stadt ist mit Fähre und Bus gut.

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