Take me back to Paris – Teil 1: Philharmonie de Paris

Ganze drei Jahre später und rund 180 Millionen Euro teuer als geplant, eröffnete im Januar 2015 die neue Philharmonie de Paris. Gelegen im 19. Arrondissement ist das architektonische Meisterwerk von Jean Nouvel der derzeit größte Konzertsaal für klassische Musik in Paris.

 

Philharmonie de Paris
Philharmonie de Paris

 

Betritt man den Vorplatz, an den weitere Konzertsäle sowie das Pariser Ballett anschließen, ist man gleich fasziniert von der Architektur der Philharmonie. Das Sonnenlicht spiegelt sich wunderschön im äußeren Aluminiummantel des Gebäudes, das dadurch aus jedem Winkel anders wirkt. Über eine lange Treppe gelangt man ins Innere des Konzertsaals, wo bei unserem Besuch das Orchestre national d’Ile-de-France, dirigiert von Ion Marin, spielte. Die Kulisse ist wirklich eindrucksvoll, alleine wenn die Musiker beginnen ihre Instrumente einzustimmen. Ein Durcheinander an Klängen.

 

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Wir hörten Anton Dvorák, Robert Schumann und Richard Strauss – der Saal war nahezu ausverkauft. Warum man als Deutscher automatisch zu den anderen eher seniorigen Deutschen gesetzt wurde, habe ich nicht ganz verstanden. Ansonsten war das Publikum aber sehr gemischt. Highlight war das Concerto pour piano, op. 54 en la mineur, von Schumann, welches von Adam LaLoum gespielt wurde. Der Gute wirkte in seinen Körperbewegungen zwar ein wenig autistisch, aber Genie und Wahnsinn liegen manchmal ja sehr nah bei einander.

Zwei Stunden später folgten Standing Avations – ein wirklich schöner Abend, den man absolut wieterempfehlen kann. Kurzweilig und ein Must-See in Paris. Tipp: Am jeweiligen Veranstaltungstag gibt es die Tickets in der Information auf dem Vorplatz zum halben Preis.

 

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Wer sich einen Abend bezaubern lassen möchte:

Philharmonie de Paris

Grande Salle

211 avenue Jean-Jaures

75019 Paris

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